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Die ersten Tage

Hinweis: Die Posts enthalten derzeit nicht so viele Bilder, da das Hochladen nicht so gut funktioniert und etwas lange dauert. Wenn sich das irgendwann bessert, werde ich wieder mehr einfügen

Eigentlich könnte ich euch einen ganzen Post schreiben mit dem, was ich heute in der Hauptstadt Kampala erlebt habe. Doch um euch ein möglichst vollständiges und unvoreingenommenes Bild von den Menschen und dem Leben hier geben zu können, möchte ich damit noch etwas abwarten. Zu groß ist der 'Kulturschock', zu vielfältig die ersten Eindrücke. Daher müsst ihr euch in dieser Hinsicht noch etwas gedulden. Aber keine Angst, es gibt noch so viel Zeit und noch so viele Möglichkeiten um euch so viel wie Möglichkeit von mir, meiner Tätigkeit und dem Land hier mitzuteilen.

Am ersten Tag nach unserer Ankunft waren wir den ganzen Tag bei UPA (Uganda Pioneers Association), die sich das ganze Jahr um uns kümmert und immer in Kontakt mit uns Freiwilligen steht. Wir haben eine Einführung in Politik, Kultur, Geschichte und Alltägliches bekommen, die fast den ganzen Tag gedauert hat. Zwischendurch gab es im Zelt Bohnen und Kartoffeln. Abends haben wir uns dann Guacamole in Fladenbrot gemacht. Fun Fact: Die Avocados haben hier teilweise gigantische Kerne, so groß wie Zwiebeln.










Heute sind wir in die Stadt gefahren und haben uns Kampala angeschaut. In der Stadt verkauften viele Fußball-Trikots und Tröten für das bevorstehende Derby gegen Tansania im Afrika Cup. Das Spiel ging trotz aller Vorfreude und Begeisterung mit langweiligen 0-0 aus. Gegen Mittag haben wir das Uganda National Museum besucht und am Ende haben wir als Gruppe auf den herumstehenden Instrumenten das ganze Museum beschallt (siehe Video in der WhatsApp-Gruppe - Wer in die WA-Gruppe aufgenommen werden will einfach per Mail mitteilen). Danach ging es in ein Restaurant um etwas zu essen, was umgerechnet etwa 2€ kostet. Während dem Essen ging ein Regen los, der in Deutschland wohl als Starkregen bezeichnet werden würde, hier jedoch Alltäglich ist. Die anwesenden Einheimischen zeigten sich unbeeindruckt, während die Freiwilligen aufstanden und hinausblickten und Fotos schossen. Zum Schluss haben wir noch auf dem anliegenden Souvenirmarkt eingekauft - in meinem Fall ein Uganda-Trikot, eine Bauchtasche und eine Münze aus der Kolonialzeit. Dann ging es mit dem Mutata zurück. Das sind Autos von der Größe eines VW-Bus, die mit 14 Sitzen ausgestattet sind und pausenlos durch die ganze Stadt und ins Umland fahren und Leute vom Straßenrand aufsammeln und rauslassen. Die Fahren sind spottbillig (0,50€) und manchmal quetschen sich bis zu 20-25 Menschen in ein Gefährt.

Unterwegs im Mutata

Markt im Zentrum von Kampala






Das Leben fühlt sich im Moment relativ eingeengt an, da man sich abends (ab 7) nicht mehr raustraut und neben dem Vorbereitungsseminar auch nichts zu tun hat. Außerdem ist noch nicht der Punkt erreicht, wo man in alltäglicher Routine anfängt einzukaufen und sein Zeug zu erledigen. Damit wird es wohl erst losgehen, wenn ich in der Gastfamilie untergebracht bin und meine Arbeit losgeht. Morgen ist Sonntag und es steht nichts auf dem Programm. Mitte nächster Woche geht es dann zum ersten Mal in die Gastfamilie. Ich bin schon gespannt. Ich freue mich, euch bald wieder berichten zu können.

Alles Liebe,

Valentin

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